Willkommensgruss zwischen Hackbrett und Jazz
Es ist der letzte Freitag im August, kurz nach Feierabend. Das Sarganser Städtchen ist wolkenverhangen, der Regen prasselt auf die Fensterscheiben jener Autos nieder, die nach und nach am Fusse des vorderen und hinteren Stutzes zum Stillstand kommen. Ihre Nummernschilder verraten ihre Herkunft: Da sind Fahrzeuge aus Zürich, Bern, der Inner- und der Westschweiz. Ihre Halterinnen und Halter pilgern alle ins Städtli, um am namensstiftenden Festival dem guten alten Jazz zu frönen.
Während im Festzelt Sandgrueb Hackbrett-Virtuose Nicolas Senn und Pianist Elias Bernet eine Brücke zwischen Volksmusik und Boogie-Woogie schlagen, stimmt im Blueskeller das Walt’s Blues Box Trio mit klassischem Blues und Swing ein. New Orleans im Broderhaus, Virtuosität im Jazzkeller – der Jazz dominiert das Städtli. Inmitten dieser Schauplätze erhebt Stefan Kohler in einem weiteren Zelt sein Glas. Der Gemeindepräsident von Sargans widmet seinen Trinkspruch jener Vielfalt, die just in dem Moment durch alle Gassen des Städtlis hallt – und symbolisch für die gesamte Gemeinde steht.
Vielfalt und Leben auf kleinem Raum
«Unser Sargans ist eine lebendige Gemeinde», fasst Kohler das Offensichtliche zusammen. Und erwähnt nebst dem Jazzfestival auch das sehr stark ausgeprägte Vereinsleben mit einem grossen Angebot und einem noch grösseren Engagement vieler Sarganserinnen und Sarganser. Er berichtet den rund 25 anwesenden Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern von einem gesunden und florierenden örtlichen Gewerbe, von den Wahrzeichen und Angeboten, die Sargans so besonders machen. Er stellt ihnen seine Ratsmitglieder vor, gibt sich auf Augenhöhe, auf Du-und-du.
Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, des Ortsverwaltungsrats sowie der katholischen wie der reformierten Kirchgemeinde hat er die Neuzuzüger des Jahres 2026 zu einem offiziellen Apéro eingeladen, um sich und die Gemeinde, die verschiedenen Gremien und Dienstleistungen vorzustellen. Dass er für diesen offiziellen Anlass die Infrastruktur des Jazzfestivals nutzt, kommt nicht von ungefähr: Kohler unterstreicht damit die Vielfalt und das Engagement innerhalb der Gemeinde.
Vier Gremien, eine Nachricht
Nach einigen Ausführungen zu aktuellen Projekten, Herausforderungen und Zielen der Gemeinde übergibt der Gemeindepräsident das Wort an seinen Ratskollegen Bernhard Hauser, seines Zeichens Schulratspräsident. Dieser wartet mit Informationen rund um die Sarganser Schule auf, berichtet vom Neubau des Kindergartens und des Schulhauses Malerva, geht auf das Sarganser Schulmodell ein und verweist für weitere Informationen auf die anwesenden Schulrätinnen und Schulräte.
Es folgen Ausführungen von Ortspräsident Daniel Peter, Susanne Tschirky und Daniel Good, Präsidentin und Mitglied des katholischen Kirchenverwaltungsrats, sowie Marianne Schnyder, Präsidentin der evangelischen Kirchenvorsteherschaft, und deren Pfarrer Reto Schaufelberger. Nach rund einer halben Stunde geballter Informationen leitet Gemeindepräsident Kohler zum lockeren Teil der Veranstaltung über, erhebt noch einmal das Glas und entlässt die Anwesenden schliesslich zusammen mit einer vergünstigten Eintrittskarte zum Jazzfestival sowie einigen Verpflegungsgutscheinen in einen gemütlichen, wenn auch regnerischen Abend im Zeichen des Jazz, der Vielfalt und der Gemeinschaft.