Neue Wohnqualität im Herzen von Sargans

19. Oktober 2026
Die HRS Real Estate AG sieht für das heutige Manor-Areal eine attraktive Wohnüberbauung mit zentralem Grünraum vor. Die Projektverantwortlichen und die Gemeinde Sargans haben am Montag das Bauvorhaben vorgestellt. Die Mitwirkung startet am 21. Oktober 2026.

Im vergangenen März teilte die Warenhausgruppe «Manor» mit, ihren Verkaufsstandort an der Grossfeldstrasse in Sargans im Verlauf des kommenden Jahres zu schliessen. Da das Warenhaus an einer zentralen Lage steht, stellte sich die Frage, wie diese Fläche zukünftig genutzt werden könne. Diese Frage hatte sich geklärt, als die Frauenfelder HRS Real Estate AG, eine schweizweit tätige Immobiliendienstleisterin, im Rahmen einer Entwickler- und Investorenausschreibung den Zuschlag für das 9000 m2 grosse Areal erhielt. 

Sorgfältige, ortsplanerische Entwicklung 
Wie die HRS im vergangenen Mai mitteilte, würde sie die Gemeinde in den vorgesehenen Planungsprozess miteinbinden. So, dass an dieser Lage – entlang der Grossfeldstrasse im Süden und des Bahntrasses im Norden – eine qualitativ hochstehende Überbauung mit Miet- und Eigentumswohnungen sowie mit Gewerbe- und Grünflächen entstehen könne, die ortsplanerisch sorgfältig entwickelt würde. Der verantwortliche Immobilienleiter Michael Breitenmoser signalisierte damals auch, die Projektidee zu gegebener Zeit öffentlich vorzustellen. 

Ensemble mit «vielfältiger Einheit» und zentralem Gartenraum 
Nach einer Machbarkeitsstudie, der Durchführung eines Studienauftrags im Dialogverfahren, der Ausarbeitung eines Richtprojekts und eines Sondernutzungsplans erläuterte die HRS und ihr Projektteam heute Montag im Beisein des Sarganser Gemeindepräsidenten Stefan Kohler ihre architektonischen Ideen und Pläne. 

Das von einem Begleitgremium jurierte Siegerprojekt der aww Architekten AG aus Zürich und der Chaves Biedermann Landschaftsarchitekten GmbH aus Basel besteht aus einem Ensemble von vier Gebäuden mit einem zentralen Gartenraum. Das neue Quartier, das hier entstehen würde, soll sich durch hochwertige Wohnqualitäten sowie durch besondere Frei- und Aussenräume auszeichnen. Das Ensemble besticht nach Aussage von Axel Beck, dem Architekten des Siegerprojekts, durch eine «vielfältige Einheit».  

Miet- und Eigentumswohnungen 
Die Überbauung sieht rund 120 Miet- und Eigentumswohnungen (1.5 bis 5.5 Zimmer-Wohnungen) vor, die allesamt einen direkten räumlichen Bezug und Zugang zum zentralen Gartenraum hätten. Geplant werden auch flexibel nutzbare Gewerbeflächen entlang der Grossfeldstrasse im Umfang von 500 m2. Das Quartier soll neue Nachbarschafts-, Spiel- und Möglichkeitsräume schaffen. Das Erscheinungsbild würde durch verwandte, aber eigenständige Gebäude mit einem Fassadenkanon in warmen, hellen Grundtönen geprägt sein, so dass ein vielfältiges Quartier mit hoher Lebensqualität entsteht.

Neuer Fussweg zur Schule 
Der zentrale, gemeinschaftliche Grünraum mit grosskronigen Bäumen bildet das Herzstück des Freiraumkonzepts. Dieser Grünraum wird durch eine Durchwegung zwischen der Schule im Westen und der Brücke im Osten ergänzt. Dieser neue Fussweg soll für die Allgemeinheit zugänglich sein. Er würde den Kindern zukünftig einen sicheren und begrünten Schulweg ermöglichen. 

Sondernutzungsplan und öffentliche Mitwirkung 
Das erarbeitete Richtprojekt im Schwammstadtprinzip erforderte die Ausarbeitung eines Sondernutzungsplans. Hierfür sorgte als zuständiger Raumplaner der Gemeinde Armin Meier von der raum.manufaktur.AG in St. Gallen. Ein solcher Plan stellt sicher, dass qualitative Vorteile im Vergleich zur Regelbauweise überwiegen, Bauten und Anlagen architektonisch hochwertig gestaltet, Aussen- und Freiflächen naturnah konzipiert und zukunftsorientierte, energetische Kriterien erfüllt werden. Dieser Sondernutzungsplan sowie ein Teilstrassenplan für den neuen Fussweg sind Gegenstand der öffentlichen Mitwirkung, die von Mittwoch, 21. Oktober, bis Freitag, 20. November 2026, dauern wird. 

Weiteres Vorgehen 
Nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens werden die Architekten und Planer allfällige Projektverbesserungen vornehmen sowie die nötigen Unterlagen für die öffentliche Auflage ausarbeiten. Diese dürfte im zweiten Halbjahr 2027 erfolgen. Der ausgearbeitete Sondernutzungsplan tritt in Rechtskraft, sobald der Kanton ihn genehmigt hat und allfällige Rechtsmittelverfahren erledigt sind. Mit der Einreichung eines Baugesuches kann im Jahre 2028 gerechnet werden. Der Baustart würde gegebenenfalls 2029 erfolgen. 
Stand heute werden Baukosten in der Höhe von 65 Millionen Franken erwartet. Die Bauzeit für die vorgesehene Überbauung im Herzen Sargans dürfte 2.5 Jahre dauern. 

Die Unterlagen sind ab dem Start des Mitwirkungsverfahrens per 21. Oktober 2026 auf der Projektwebsite www.mitwirken-sargans.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. und auf dem Bauamt der Gemeinde Sargans einsehbar.

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