Wenn Kehricht zum Festmahl für Wildtiere wird

20. August 2026
Sie wollen vom Wild zerrissene Kehrichtsäcke und verwüstete Sammelstellen in Ihrem Quartier vermeiden? Hier einige Verhaltensempfehlungen aus aktuellem Anlass.

In den vergangenen Wochen haben sich in verschiedenen Quartieren der Gemeinde Sargans Zwischenfälle mit Wildtieren gehäuft, die sich auf der Nahrungssuche an bereitgestellten Kehrichtsäcken gütlich getan und eine grosse Unordnung hinterlassen haben. Dabei wurden nicht nur öffentliche Räume und Strassen, sondern auch private Liegenschaften, Einfahrten und Unterstände in Mitleidenschaft gezogen.

Über die Gründe der Zunahme dieser Zwischenfälle lässt sich nur mutmassen. Einerseits könnte ein höheres Aufkommen von Wildtieren wie Füchsen oder Dachsen mit ein Grund sein, andererseits könnte aber auch die anhaltende Hitze zur Häufung führen, sorgt sie doch bei den Kehrichtsäcken für grössere Ausdünstungen und stärkere Gerüche, was die Wildtiere zusätzlich anlocken kann. Die tatsächlichen Gründe bleiben indes unklar.

Mit Containern und Timing gegen den Verbiss

Klar ist allerdings, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Sargans solchen unliebsamen Zwischenfällen mit ein paar einfachen Verhaltensregeln entgegenwirken können. Das Bauamt  empfiehlt, den Kehricht frühestens am Vorabend der Kehrichtabfuhr an der dafür vorgesehenen Stelle zu deponieren. Je kürzer das Zeitfenster ist, in welchem die Abfallsäcke frei am Strassenrand stehen, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Wildtier an dem Kehricht vergeht. Für einen besseren Schutz der gelben Abfallsäcke vor Verbiss dienen zudem fahrbare Kunststoffbehälter, die unter anderem auch für Grünabfälle genutzt werden.

Bei Interesse hilft das Bauamt bei der Beschaffung eines gebührenpflichtigen Containers für eine gewichtsabhängige Abfallentsorgung gerne weiter. Ein entsprechendes Formular kann von der Website der Gemeinde unter www.sargans.ch/online-schalter/142165/detail heruntergeladen werden.

Auch öffentliche Moloks schaffen Abhilfe

Das Bauamt weist weiter darauf hin, dass es nicht in der Verantwortung der Gemeinde oder eines Gemeindebetriebs liegt, derartige Zwischenfälle mit Wildtieren zu unterbinden. Die Verwaltung befürwortet aber entsprechende Bemühungen vonseiten Privater. Sie weist zudem auf rund ein Dutzend öffentliche Moloks, Sammel- und Unterflurcontainer hin, die in verschiedenen Quartieren installiert sind und zur Beseitigung von Hausrat frei genutzt werden können.

Damit sich die Meldungen über ähnliche Zwischenfälle nicht häufen, ist das Bauamt auf die Mithilfe der Einwohnerschaft angewiesen. Sie ist angehalten, sich an die Bestimmungen im Abfallreglement zu halten, das ebenfalls beim Online-Schalter auf der Website der Gemeinde herunterzuladen ist. Abfall soll korrekt getrennt, die für die Kehrichtabfuhr vorgesehenen, regelkonformen Abfallsäcke benutzt oder Sperrgut mit den entsprechenden Sperrgutmarken entsorgt werden. So kann vermieden werden, dass Kehricht vom Entsorgungsunternehmen liegen gelassen wird.

Die Gemeindeverwaltung dankt allen Einwohnerinnen und Einwohnern, dass sie Ihren Teil dazu beitragen, unsere Gemeinde sauber zu halten – der Natur, der Nachbarschaft und nicht zuletzt der eigenen Liegenschaft zuliebe.

Auf Social Media teilen