Quo vadis, Feuerwehrdepot? Das Volk hat das Wort

10. August 2026
Um die Zukunft des Areals Feuerwehrdepot Sargans zu gestalten, holt die Gemeinde Sargans aktuell die Meinung der Bürgerinnen und Bürgern auf verschiedenen Ebenen ein. Ihre Rückmeldungen werden für einen öffentlichen Workshop im August gebündelt.

Am 2. März 2026 ist der Startschuss für den Bau des regionalen Sicherheits- und Rettungsstützpunktes Riet in Wangs gefallen. Er soll dereinst die regionale Feuerwehr Pizol sowie verschiedene Blaulichtorganisationen unter einem Dach vereinen. Der Einzug soll 2028 erfolgen – und mit ihm der Auszug der Feuerwehr Pizol aus den Räumlichkeiten des bisherigen Feuerwehrdepots Sargans. Dieser Wegzug hält für Sargans neue Chancen und Möglichkeiten für die Liegenschaft am Albert-Peter-Platz bereit.

Im Sinne einer prospektiven Zentrumsentwicklung will die Gemeinde Sargans die Zukunft des Depots frühzeitig an die Hand nehmen. Die Fläche von rund 2000 Quadratmetern soll künftig bedarfsgerecht genutzt werden. Um die Bedürfnisse der breiten Bevölkerung abzuholen, hat eine Arbeitsgruppe mit der Unterstützung der Agentur ProjektForum AG die Ausgangslage beurteilt und verschiedene Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung geplant. Nach dem Einbezug der direkten Anstösserinnen und Anstösser an einem Workshop im März 2026 hat seit Anfang Mai auch die breite Bevölkerung die Möglichkeit, die Zukunft des Feuerwehrdepots mitzugestalten. Die Projektgruppe hat eine öffentliche Mitwirkung lanciert, die einerseits in physischer Form mithilfe einer Ideenbox am Messestand der politischen Gemeinde an der Siga Messe 2026 genutzt wurde, andererseits auf dem elektronischen Weg.

Klare Trends

Obwohl die Möglichkeit der physischen Mitwirkung während der Siga Messe nur verhalten genutzt wurde, lassen sich in der mittlerweile erfolgten Auswertung bereits klare Tendenzen erkennen und Schlüsse ziehen. Etwa haben sich rund 76 Prozent der Teilnehmenden für den Rückbau der bestehenden Bausubstanz ausgesprochen. Sie sei alt, hässlich und zu wenig nutzbar und solle deshalb einer neuen Gesamtüberbauung Platz machen. Auch punkto künftiger Bestimmung des Areals sind sich viele der Mitwirkenden einig: In den meisten Antworten fallen die Begriffe «Begegnung», «Gemeinschaft», «Vereine» sowie konkret «Event- und Probelokal».

So wundert es auch nicht, dass die meisten Teilnehmenden unter den Ideen für eine Zwischennutzung bis zur Umsetzung eines neuen Projekts vor allem Veranstaltungen wie Partys oder konkret die Fasnacht aufführen. Dass diese Zwischennutzung zu lange beansprucht werden müsste, ist indes auch die am häufigsten genannte Befürchtung im Zusammenhang mit dem Feuerwehrdepot. 64 Prozent der Mitwirkenden befürchten ein Moratorium aufgrund von Einsprachen, Rekursen und Rechtsstreiten.

Einig ist sich ein Grossteil auch bei der Frage, was es denn im Dorfkern von Sargans konkret brauche. Meistgenannt sind verkehrsberuhigende Massnahmen und Treffpunkte wie Cafés, Bars oder eine Mehrzweckhalle.

Wegweisender Workshop

Mittlerweile ist auch die elektronische Mitwirkung auf der Plattform www.mitwirken-sargans.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. abgeschlossen. Die Rückmeldungen werden aktuell ausgewertet und den Erkenntnissen der physischen Mitwirkung gegenübergestellt. Die Resultate dienen schliesslich als Grundlage für einen öffentlichen Workshop, der am Samstag, 22. August 2026, ab 9 Uhr vormittags für die gesamte Bevölkerung stattfindet. Interessierte können sich schon heute unter der Mailadresse kommunikation@sargans.ch für den Workshop anmelden.

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