Malerva: Kindergarten wird rückgebaut
Wo Neues entsteht, muss Altes weichen: Am vergangenen Montag ist im neuen Kindergarten Malerva der ordentliche Schulbetrieb aufgenommen worden. Nach einer mehrjährigen Planungs- und Bauzeit dürfen die Mädchen und Jungen der beiden Kindergartenklassen die Räumlichkeiten erstmals in Beschlag nehmen.
Mit dem Umzug vom alten in den neuen Kindergarten in der letzten Dezemberwoche haben die alten Räumlichkeiten in der unmittelbaren Nachbarschaft des Neubaus ausgedient. Entsprechend hat im neuen Jahr bereits der Rückbau des Gebäudes an der St. Gallerstrasse begonnen. Am Montag, 5. Januar 2026, sind die Bagger und Container der John & Bärtsch Bauunternehmung AG aufgefahren, am Dienstag haben deren Mitarbeiter mit den groben Abbrucharbeiten gestartet. Rund zwei Wochen werden die Rückbauarbeiten andauern.
Bereit für die Archäologie
Ab der zweiten Januarhälfte wird das Grundstück schliesslich für die Kantonsarchäologie freigegeben. Diese wird – wie schon auf den umliegenden Parzellen – archäologische Ausgrabungen vornehmen, um vor dem Start der Bauarbeiten am Schulhausneubau Malerva allfällige Funde sicherzustellen. Dafür bleibt den Mitarbeitenden von Kantonsarchäologe Martin P. Schindler bis im April Zeit. Danach sollen laut Zeitplan bereits die Bauarbeiten am Schulhaus starten.
Konkret verfolgen die Archäologinnen und Archäologen eine freigelegte Strasse aus römischer Zeit. Nach jetzigen Erkenntnissen führte diese unbefestigte Strasse vom bekannten Gutshof zur weiter hangaufwärts verlaufenden Schollbergstrasse und war auf einer Grundlage von Ästen und Wurzeln mit Kies aufgeschüttet gewesen. Mithilfe naturwissenschaftlicher Analysen hoffe man nun, den Zeitpunkt des Strassenbaus eingrenzen zu können. Dabei helfen können Gegenstände, die im Laufe der über zweihundertjährigen Benutzungszeit dieser Strasse verloren gingen, etwa Kleingeld oder Gewandnadeln. Schindler zeigt sich auch zuversichtlich, die Umfriedung des Gutshofs oder mindestens Teile davon zu ergraben.